Brothers (2009)

Posted by : Tilly | Samstag, 10. September 2011 | Published in


Inhaltsangabe: Sam (Tobey Maguire) und Tommy (Jake Gyllenhall) sind Brüder. Sam ist mit Grace (Natalie Portman) verheiratet, hat 2 Kinder und ist ein Marine-Soldat. Als er nach einer Explosion in Afghanistan für Tod erklärt wird finden Grace und die zwei Mädchen Halt bei Tommy. Nach mehreren Monaten kehrt Sam überraschend zurück - jedoch hat sich einiges verändert. Tommy und Grace sind sich näher gekommen und auch die Kinder lieben ihren Onkel sehr. Die ganze Situation wird noch schwerer durch Sams Gebrochenheit - er hat Schreckliches erlebt... -> >Trailer< (Wer den Trailer guckt hat praktisch schon den ganzen Film gesehen)

Wie hab ich mich auf diesen Film gefreut. Die Besetzung  ist hochgradig und verspricht viel: Natalie Portman, Jake Gyllenhall und Tobey Maguire. Jedoch wurde ich in der ersten Hälfte schwer enttäuscht. Wo bleiben die Emotionen? Bei mir kam nichts an. Wie auch? Man sah Sam und Grace nur kurz miteinander, zu kurz um ihre Liebe zu spüren, zu kurz um dann mit Grace zu leiden als sie von Sams Tod erfährt. Zu allem hin ist das Leid von Grace überhaupt nicht gut dargestellt. Es ist kaum sichtbar. Viele Szenen sind langatmig und man will die Zeit anschieben. Auch die Bindung die Grace und Tommy entwickeln reicht nicht an mein Herz heran... wieder ist alles zu kurz, zu wenig. Der Film beginnt für mich praktisch erst mit Sams Rückkehr - denn er ist ein anderer geworden. Die letzten 20 Min des Films sind so wie man sich den ganzen Film erhofft hätte: Emotionsgeladen. Es scheint so als hätten die Darsteller Anlaufzeigt gebraucht. Tobey Maguire überzeugt mich in seinen wutentbrannten Szenen das erste Mal ganz besonders. Durch seine Veränderung steckt eine grosse Spannung im Raum wenn alle am Tisch sitzen. Besonders die Kinder leiden unter ihrem "neuen" Daddy. Wo wir bei einem wichtigen Punkt wären: Die Kinder (Bailee Madison & Taylor Grace Geare). Die zwei verkörpern ihre Rollen grossartig und schaffen es eigentlich sogar die Grossen an die Wand zu spielen. Der Schluss ist dann wieder eine herbe Enttäuschung. Praktisch werden wir einfach stehen gelassen. Der Film endet, meiner Meinung nach dann, als er beginnen sollte. Gerade wenn man in den Film hinein findet und etwas empfinden kann - ist er auch schon zu Ende. "Brothers" lässt mich somit unzufrieden und doch irgendwo nachdenklich zurück.