Im a Cyborg but thats Ok (2006)

Posted by : Tilly | Mittwoch, 8. August 2012 | Published in


Young-goon (Lim Su-jeong) ist überzeugt davon, ein Cyborg zu sein. Eine Maschine, die sich immer wieder mit Strom und Batterien aufladen muss. Einer ihrer Aufladungsversuche erscheint wie ein Selbstmord und Young-goon findet sich in einer Nervenklinik wieder. Dort verweigert sie die Nahrungsaufnahme, da sie der Überzeugung ist, diese nicht zu benötigen. Als sie Il-soon (Rain) kennenlernt, der als Antisozial gilt finden sich beide in einer gemeinsamen Traumwelt zusammen und knüpfen zarte Bande. Und Il-soon möchte Young-goon dort auch das Leben retten - denn Young-goon muss essen. -> Trailer

"I am a Cyborg" ist ein Film aus Südkorea und kann verrückter, skuriller, merkwürdiger und bizarrer nicht sein. 100 Minuten in eine andere Welt eintauchen, in die Welt von Young-goon - sehen was sie sieht und fühlt. Wer nicht offen an diesen Film ran geht und allgemein eher gerne Dinge hinterfragt und sehr realitätsbezogen ist wird hier im Minutentakt nur "Hä?" von sich geben können. "I am a Cyborg" ist einfach fantastisch anders - einfach total verrückt und ab und an sogar mit einem ganz frischen eigenen Humor versehen. Ein Film der sehr anstrengend sein kann und gleichzeitig völlig los gelöst ist - weit weg von der Realität - in Phantasiewelten und kranken Köpfen. Besonders rührend und niedlich ist die kleine Liebesgeschichte zwischen Young-goon und Il-soon. Er ist in er Lage sie zu erreichen, weil er sie so nimmt wie sie ist. Eine Botschaft die der Film für mich irgendwo mit sich getragen hat war eben auch Folgende: Liebe ist, den anderen so zu akzeptieren wie er ist! Ill-soon versucht nicht Young-goon zu heilen, sondern zu begleiten und zu verstehen - er taucht in ihre Welt ein und nimmt sich dieser an. Besonders schön dargestellt in der Heizungskeller-Szene als es an den Rücken geht (mehr an dieser Stelle natürlich nicht). Die ein oder andere Szene fand ich zwar etwas übertrieben dargestellt (grüner Raum, großer Marienkäfer) und das Ende ist etwas enttäuschend und abrupt - aber ich könnte "I am a Cyborg" auf keinen Fall schlecht bewerten - denn er ist so verrückt anders und so gut dargstellt (zb die "Action"-Szenen) dass, er etwas ganz Besonderes wird. Klar, nicht jeder wird sich mit dieser Art von Film abfinden können - ich jedoch konnte es ganz gut und bin noch etwas matschig im Kopf - aber positiv. Richtige Filmefreunde sollten sich diesen Streifen auf jeden Fall mal ansehen.

Kommentare

  1. mpenziwe said...

    Muss ich sehen!!!

    10. August 2012 um 21:45