I spit on your Grave 2 (2013)

Posted by : Tilly | Samstag, 19. Oktober 2013 | Published in


Katie (Jemma Dallender) ist Kellnerin und möchte Model werden. Ihre Fotos scheinen dafür nicht viel zu taugen und sie meldet sich somit auf eine Anzeige, in der angeboten wird kostenlose Mode Fotos zu schießen. Als man vor Ort von ihr verlangt, sich zu entkleiden, flüchtet die junge Frau. Nur kurz darauf, erscheint einer der Männer bei ihr Zuhause - er vergewaltigt sie und ersticht einen zu Hilfe eilenden Mieter. Zu viele Spuren führen dazu, dass auch die anderen Männer auftauchen und Katie entführen. In Bulgarien wird sie zur Sexsklavin. Gedemütigt und geschändet lässt man sie nach Zeiten der Qual zum sterben zurück - doch Katie überlebt und hat nur eines im Sinne: Rache, grausame Rache! ->Filmreview zu Teil 1
Keine Fortsetzung vom Remake Teil 1, sondern ein komplett eigenständiger Film. Jedoch natürlich mit dem selben Inhaltskern: Eine hübsche Frau wird Opfer von Gewalt, überlebt und rächt sich bei ihren Peinigern. "I spit on your Grave 2" baut jedoch seine Geschichte etwas weiter aus. Das Opfer wird entführt, verschleppt nach Bulgarien und "verkauft" an Männer die sie ebenfalls quälen. Jemma Dallender macht ihre Sache hier wirklich grossartig. Sie brüllt sich die Seele aus dem Leib und man erlebt eine Frau, die sich wirklich wehren möchte - leben möchte. Hier setzt man nicht auf irgendwelche erotischen Szenen, sondern will mit herben Wahrheiten schockieren. Katies Rache ist dann wirklich harter Tobak. Doch der Zuschauer möchte es ihr einfach nicht vergönnen. Klar bleibt: Das Thema das Films, nämlich Selbstjustiz, bleibt umstritten und nicht jeder wird hier hinschauen können. Ob Teil 2 den ersten Teil nun schlagen kann, ist schwer zu sagen - denn beide Filme sind trotz gleicher Thematik grundverschieden und werten ihre Stärken anders auf. Kurz: Harter Tobak, der eine Grausamkeit nach der anderen liefert, dabei nie billig oder lachhaft wirkt und den Zuschauer mit seiner Meinung zur Selbstjustiz verstört zurück lässt. Definitiv nichts für schwache Nerven. Für mich persönlich bleibt Teil 1 ungeschlagen.