Hunger (2009)

Posted by : Tilly | Freitag, 13. April 2012 | Published in


2 Frauen und 3 Männern finden sich in einem dunklen Raum wieder. Sie wissen nicht wo sie sich befinden und als das Licht angeht, wird schnell klar dass sie sich in einer ausichtslosen Situation befinden. Es gibt keinen erreichbaren Ausgang, stattdessen Wasser in 4 ergiebigen Tonnen. Einzig feste Nahrung wird es keine geben. Die 5 Menschen stoßen im Laufe der Wochen an die Grenzen ihrer Menschlichkeit. Denn wo Hunger ausartet, da endet diese... -> Trailer

"Hunger" hat deshalb mein Interesse geweckt, weil ich Filme mag, die in der menschlichen Psyche wühlen und diese offen legen. Während "Hunger" recht schleppend beginnt, mausert er sich gegen Ende zu einem recht psychotischen Streifen, der durchaus Potenzial haben könnte. Der Anfang fordert Geduld, es ist lange dunkel und man sieht Gesichter, hört ein Jammern. Die Kulisse wirkt recht billig, die Synchronisation ist oft schlecht, ausserdem erlangt der "Psychopath" der dieses perfide Spiel mit den 5 Menschen treibt kein richtiges Gesicht.  Er wirkt nicht wie eine verstörte Seele, die zu so etwas fähig wäre. Hier hat man wirklich geschlampt und einfach einen Otto-Normal-Bürger vor die Kameras gesetzt, so scheint es. Hervorzuheben sind dafür die 5 Darsteller. Jeder von ihnen hat starke Momente. Während der eine in der extremen Hungerphase durch sein psychotisches Verhalten punkten kann, kann ein anderer dies durch kurze selbstbewusste Dialoge. "Hunger" versucht uns einen Sinn für all das zu geben, was wir sehen - es werden kurze Rückblenden in die Vergangenheit gezeigt - von den Gefangen sowie natürlich auch vom Entführer. Und irgendwo ergibt sich auch ein Bild, welches jedoch nicht ausgereift genug ist. "Hunger" hätte eine runde Sache werden können, doch da dieser Streifen erst so spät zündet verliert er einiges an Potenzial. Was will man mit einem Film, der nur in ein paar der letzten 20 Minuten (von 90 insgesamt) punkten kann? Wenige starke Momente reichen nunmal nicht aus und somit ist "Hunger" eher ein Filmchen, das man sehen aber auch absolut einfach ignorieren kann.