Maschinenarbeiter Trevor Reznik (Christian Bale) kann seit einem Jahr so gut wie nicht mehr schlafen. Er ist extrem abgemagert und einsam. Nur bei der Prostituierten Stevie (Jennifer Jason Leigh) und Marie (Aitana Sanchez-Gijon), einer Kellnerin in einem Flughafencafe, dass er nachts immer wieder aufsucht, findet er ehrliche Gesellschaft. Als sich plötzlich, durch einen kurzen Moment der Unachtsamkeit auf der Arbeit ein Unfall ereignet, bei dem ein Kollege Trevors schwer verletzt wird, beginnen sich seltsame Dinge zu ereignen. Halluzinationen durch den Schlafentzug oder doch Realität? Für Trevor beginnt eine fieberhafte Suche nach der Wahrheit und der mysteriöse Ivan (John Sharian) scheint für ihn der Schlüssel zu sein... -> Trailer (Wegen Quellen-Nachfragen: Wenn keine Quelle unter der Inhaltsangabe angegeben ist, habe ich sie selbst verfasst!)Da haben wir mal wieder einen Film, für den es mir nicht leicht fällt eine Kritik zu schreiben. "The Machinist" ist keine leichte Kost. Der Film dauert knapp 100 Minuten- fühlt sich aber viel länger an. Nicht weil er langweilig ist, nein - sondern weil er den Zuschauer an der Psyche packt und stark verwirrt. Man weiß zwar bald, in welche Schiene das Ende laufen wird - aber die volle Auflösung fährt dann erst am Ende endlich auf - auf diese wartet man und ist wirklich gespannt. Viele Leute bemängeln das Ende - da es zu leichtgewichtig für den gesamten Inhalt ist. Ich find es allerdings in Ordnung. Kann jeder ja für sich selbst entscheiden. "The Machinist" ist mit wenig Farben ausgestattet. Der Film hält sich überwiegend in grau-weiß Tönen auf und verbreitet so eine düstere Grundstimmung, die manchmal echt an den Nerven zerrt. Man könnte sagen dieser Streifen verhält sich Noir-artig und es schadet ihm auf keinen Fall. Es passt. Auch die Musik ist oft bedrückend und verdichtet die Atmosphäre nochmal. Christian Bale brilliert hier, als schlafloser, in die Enge getriebener Mann, der einfach keine Ruhe findet. Für die Rolle nahm Mister Bale sogar sage und schreibe 30 kg ab. Wenn das Ende über den Bildschirm geflackert ist, haben wohl die meisten das Verlangen "The Machinist" noch einmal zu sehen - dann aber mit den Augen eines Wissenden. Wer Sorge trägt, unaufgeklärt und verwirrt zurück zu bleiben - den kann ich beruhigen: Das Ende gibt eine gute Auflösung ab - mit einer alles entscheidenen Rückblende, so dass auch jeder versteht und sicherlicher noch weiter darüber nachdenkt, sich nochmal Szenen ins Gedächtnis ruft, Hinweise entdeckt und doch etwas fasziniert ist. "The Machinist" ist ein sehr einnehmender, düsterer Film, der langsam auf das Ziel hinarbeitet und dabei immer die volle Aufmersamkeit des Zuschauers für sich gewinnen kann. Die Bilder sind oft verstörend, Szenen die unbequem sind gibt es natürlich auch und einfach einen grossartigen Hauptdarsteller, der den Film wirklich trägt und vollends zu einem sehenswerten Thriller macht. Der Trailer nimmt allerdings einiges vorweg. Ich würde spoilern wenn ich nun sagen würde, an welchen Film mich dieser erinnert. Also, bin ich still und empfehle "The Machinist" vorbehaltlos weiter.
Samstag, 28. Juli 2012
The Machinist (2004)
Donnerstag, 26. Juli 2012
Engel & Joe (2001)
Joe (Jana Pallaske), eigentlich Johanna, ist 15 Jahre alt, als sie von zuhause abhaut. Sie erträgt ihre Mutter nicht mehr - die an einer Liebe zu einem gewalttätigen Mann festhält. Auf der Straße trifft sie auf Engel (Robert Stadlober), ein 17-jähriger Ex-Junkie, der mit anderen auf der Straße lebt. Beide sehen sich, verlieben sich und wollen nie wieder getrennt sein. Doch das Leben ohne richtigen Halt ist hart und als Joe dann auch noch schwanger wird, droht alles komplett aus der Bahn zu laufen... -> TrailerIch habe diesen Film lange vor mich her geschoben. Aber vor Kurzem hat der Inhalt ganz gut gepasst und ich nahm mich "Engel & Joe" an. Ich erwartete ein Drama mit einer starken Liebe zwischen zwei Jugendlichen. Leider wurde ich recht schnell enttäuscht. Mir geht hier mal wieder alles viel zu schnell. Ich kaufe den beiden Hauptdarstellern die Liebe nicht ab. Innerhalb kürzester Zeit knutschen die beiden im ströhmenden Regen - absolut nicht nachvollziehbar und dann spricht man auch schon von der GROßEN LIEBE. Ich hätte mir gewünscht, dass das alles hier anders aufgebaut wird - aber der Film wirkt so, als stünde er unter Zeitdruck. Die schauspielerische Leistung gefällt mir hier auch nicht wirklich. Es wirkt ein wenig aufgesetzt und zu bemüht. Zwar gibt es starke Momente, die das Straßenleben Jugendlicher verdeutlichen - aber das alleine macht den Fílm nicht wieder gut. Der Fokus sitzt einfach auf den jungen Liebenden und diese Liebe hat mich keinen Zentimeter berührt. Für Leute, die diese Liebe nachempfinden können, ist dieser Film sicher spannend und bewegend. Mich ließ er größtenteils verwundert zurück. Es gibt ein paar schöne Szenen, die ins Auge stechen und dafür sorgen, dass man den Film auch bis zum schlechten Ende schaut. Aber ich werde ihn mir kein weiteres mal ansehen - oder vielleicht doch - wenn ich traurig bin und im Liebeskummer ertrinke. Das Hin und Her bei Engel und Joe ist eine gefundenes Fressen für Liebeskranke. Die Meinungen gehen auseinander wenn es um "Engel und Joe" geht - viele Jugendliche mögen den Film - was mich nicht wirklich verwundert - Da er den Kern dieser Generation ganz gut trifft, denke ich. Ich bekam die DVD 2 x geschickt. Einmal für 4,99 Euro und die andere durfte ich gratis behalten - nett oder will da jemand etwas los werden?
Montag, 23. Juli 2012
Faces in the Crowd (2011)
Grundschullehrerin Anna (Milla Jovovich) und ihr Freund Bryce (Michael Shanks) führen eine glückliche Beziehung. Nach einem freucht fröhlichen Abend mit ihren beiden besten Freundinnen ändert sich das Leben von Anna jedoch schlagartig. Sie wird Zeuge eines Mordes, dabei vom Täter entdeckt und kann nur knapp entkommen. Dabei zieht sich eine heftige Kopfverletzung zu. Als sich im Krankenhaus zu sich kommt erkennt sie niemanden mehr. Sie leidet von nun an an der sehr seltenen Gesichterblindheit - sprich, jeder Mensch, der sich nur kurz von ihr abwendet, wird ihr sofort wieder fremd, so als hätte sie das Gesicht noch nie zuvor gesehen. Gefährlich für Anna - denn der Täter kann sich so unerkannt an sie ranpirschen.... -> Trailer"Faces in the Crowd" ist ein "Thriller-Drama" mit einer Milla Jovovich die sich mal von einer anderen Seite zeigen möchte - was ihr durchaus gelingt. Der Film kommt recht schnell in Fahrt. Es gibt keine langweiligen Vorgeschichten. Man ist schnell mitten im Geschehen. Das Erzähltempo ist flott und spannend. "Faces in The Crowd" besticht durch sein Hauptthema - der Gesichterblindheit. Ich wusste bislang nicht, dass es diese neurologische Störung gibt. Sie nennt sich fachlich "Prasopagnosie" und kommt sehr selten vor. Im Film hat man gekonnt vermittelt, wie sich dieser Zustand für Anna anfühlen muss. Man hat verschiedene Darsteller genommen um zu zeigen, wie sich die Gesichter für Anna verändern - weil sie diese immer sofort wieder vergisst. So sieht sie auch immer wieder eine andere Frau in ihrem Spiegelbild und erkennt ihre beiden Freundinnen immer nur durch deren Haarfarben. Ich fand das Ganze sehr interessant und gut dargestellt - man hat hier wirklich versucht, den Zuschauer diese Hirnkrankheit etwas näher zu bringen und es muss wirklich grausam sein - seinen Mann zwar um sich zu haben - ihn aber jedes mal mit einem "anderen" Gesicht wieder zu begrüßen. Die Idee von "Faces in The Crowd" ist also großartig und noch nie so dagewesen. Dadurch funktioniert die Geschichte und fesselt gekonnt. Ich habe bis zum Schluss überlegt wer denn nun der Täter ist - ich war einfach zu blind. Im Internet heisst es, dass die Auflösung recht schnell klar wird - für mich war das nicht so. Man wird oft leicht in die irre geführt, muss mit denken - auch wenn die Auflösung dann sauber ausgeführt wird. Dennoch ist man praktisch die ganze Zeit am hirnen - auch, da man Annas Zustand verstehen möchte. "Faces in The Crowd" nimmt den Zuschauer also vollkommen ein. Klar, ist das Ganze kein Geniestreich - es gibt die ein oder anderen Logiklücken. Aber alleine durch diese fantastische Idee, die Hautdarstellerin mit der Gesichterblindheit zu versehen und in diese Mördersuche zu verwickeln ist großartig und mitreißend. Ich habe diesen Film für unschlagbare 4,99 Euro gekauft und würde es wieder tun. Aktuell kostet er jedoch wieder knapp 11 Euro - bei diesem Preis würde ich mir es dann doch nochmal überlegen. Im Großen und Ganzen ist "Faces in the Crowd" durch seine gut umgesetzte Thematik sehr sehenswert, da es etwas Neues ist und zu überraschen weiss. Man ist die 98 Min durch sehr gut unterhalten. Einer feiner kleiner Thriller.
Sonntag, 22. Juli 2012
Carrie (1976)
Die schüchterne 16-jährige Carrie (Sissy Spacek) lebt mit ihrer Mutter Margaret (Piper Laurie) zusammen. Zuhause leidet das Mädchen unter dem religiösen Wahn ihrer Mutter - in der Schule wird sie von ihren Mitschülern gehänselt. Mit der Zeit entwickelt Carrie telekenetische Fähigkeiten - diese brechen vollends aus ihr heraus als sie beim Abschlussball aufs gröbste gedemütigt wird. Carries verletzte Seele dürstet nach Rache... -> TrailerMal eine Review zu einem etwas älteren Film. "Carrie" lief vergangene Nacht im TV und ich sah ihn mir zum 2. Mal an. Für mich fährt dieser Film ohne große Umwege in die Magengrube ein und verbreitet dort ein mulmiges Gefühl. Auch, finde ich, krallt sich "Carrie" gekonnt die Psyche der Zuschauer. Was man hier sieht, ist für mich echter Horror. Ich finde sogar, dass daneben die neusten Horrorstreifen recht mager wirken. Zwar ist man mit den Effekten natürlich viel weiter wie damals - aber darum geht es mir gar nicht so wirklich bei einem guten Horrorfilm. Viel mehr geht es um die Atmosphäre, die Darsteller, die Geschichte - und all das stimmt bei "Carrie" haargenau. Besonders Sissy Spacek in der Hauptrolle hinterlässt einen bleiben Eindruck. Der Switch vom schüchternen, zerbrechlichen Mädchen hin zum eiskalten, mit Schweineblut übergossenen Racheengel ist grandios. Dieser Blick lässt einen nicht mehr los. Großartig. "Carrie" ist also ein sehr gelungener Horror, erdrückend, unheimlich, bewegend- und geht so schnell nicht mehr aus dem Kopf. Keine leichte Kost - und auch mehr Drama als Horror. Aber beide Elemente sind vorhanden und das Grauen kommt leise - aber sauber und atmosphärisch Beton-dicht. Ein Klassiker! Und vergesst bitte den dummen deutschen Anhängsel an den Titel, der da wäre "Carrie - Des Satans jüngste Tochter" - völlig ins Klo gegriffen, sag ich da nur.
Freitag, 20. Juli 2012
Still remember & forever in our Hearts
Mogli ist jetzt 4 Monate, 2 Wochen und 3 Tage nicht mehr bei uns. Er wäre im Juni 1 Jahr alt geworden. Er durfte nie erwachsen werden. Die Trauer ist nicht mehr so übermächtig, klar ... aber dennoch fehlt er und ich werde ihn nie vergessen. Er wird für immer in meinem, unserem Herzen bleiben und ich denke gerne mit einem Lächeln an ihn zurück. Ich habe ein paar weitere Fotos von ihm gefunden, auf der Kamera von Schatz. Diese möchte ich nun hier veröffentlichen. Mogli, mein Engel - ich hoffe dir gehts gut, da wo du jetzt bist <3 Wer Moglis Geschichte noch nicht kennt, kann gerne in der Suche rechts in der Sidebar seinen Namen eingeben. Wer sein Grab sehen will, klickt >hier.
Montag, 16. Juli 2012
Blogger gegen Mobbing
Durch Kasumi von Chaosmacherin.de bin ich auf dieses Projekt aufmerksam geworden. Blogger machen sich stark gegen Mobbing aller Art. Da ich selbst Mobbingerfahrungen habe liegt mir dieses Projekt natürlich besonders am Herzen. Ich weiss, wie es ist, wenn man Angst davor hat, in die Schule zu gehen. Wenn man sich schämt, so zu sein wie man ist weil andere einem das Gefühl geben, dass man schlecht oder nicht gut genug ist. Ich weiss, wie grausam Kinder und Jugendliche sein können. Ich möchte apellieren, an alle Mobbingopfer, die derzeit durch die Hölle gehen: Sprecht mit jemandem dem ihr vertraut. Eure Eltern, ein Lehrer, Verwandte - aber lasst nicht zu, dass ihr daran zerbrecht weil ihr alleine damit fertig werden wollt. Die Menschen die Mobbing betreiben, haben nicht das Recht dazu, dich mit Worten und Taten zu verletzen - niemand hat das! In der Sidebar findet ihr ab jetzt unter dem Blogroll ein Button "Blogger against Mobbing" - wenn ihr drauf klickt, könnt ihr die Seite zum Projekt besuchen. Der Fokus liegt hier, passend zur heutigen Zeit, auf dem Cybermobbing. In diesem Sinne: Keine Macht dem Mobbing!
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