Samstag, 19. Oktober 2013

The Curse of Chucky (2013)


Nica (Fiona Dourif) ist querschnittsgelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie lebt mit ihrer Mutter in einem großen Anwesen, da sie auf Hilfe angewiesen ist. Eines Tages erhalten beide ein Paket von unbekanntem Absender. In ihm, eine hässliche rothaarige Puppe die freundlich drein blickt. Am nächsten Tag ist Nicas Mutter tot. Um die Beerdigung zu organisieren erscheint die gesamte Familie - Schwester Barb (Danielle Bisutti) und Schwager Ian (Brennan Elliott), samt Kindermädchen und der jungen Tochter Alice (Summer Howell). Diese verliebt sich sofort in die rothaarige Puppe, die von nun an auch einen Namen trägt - Chucky. Als weitere Menschen zu Tode kommen, kommt Nica ein abstruser Gedanke: Hat die unheimliche Puppe etwas mit den Geschehnissen im Haus zu tun? .... ->Trailer
Man kennt die alten Filme der Mörderpuppe Chucky. Die Figur wurde zum Kult und zu einer wirklich unheimlichen Erscheinung. Jetzt die Fortsetzung oder eher eine Art Remake? Auf jeden Fall ist sie wieder da - die rothaarige, schelmisch grinsende Puppe, die es faustdick hinter den Ohren hat. "Curse of Chucky" beginnt ohne langes Vorreden - die Puppe kommt in den ersten Minuten bereits zum Vorschein. Es folgt das Grauen, das gekonnt langsam aufgebaut und mit viel Spannung und Schockmomenten begleitet wird. Der ein oder andere makabere Lacher findet sich, genau wie in den Vorgängern Chuckys, auch wieder und es macht Spaß Chucky "erwachen" zu sehen. Die Figur ist gekonnt animiert und fein gruselig dargestellt - jedoch nimmt der Film gegen Ende hin immer mehr ab. Grund ist seine etwas zu weit hergeholte Auflösung zu den Beweggründen der Puppe. Mit Rückblenden versucht man plausibel zu machen warum Chucky so agiert wie er nunmal agiert - für mich nicht einleuchtend und einfach zu gewollt. "Curse of Chucky" startet stark, weiss zu erschrecken und zu gruseln - flaut jedoch nach der ersten Hälfte immer mehr ab. Die Splattereffekte sind gering gehalten aber vorhanden - das ein oder andere nette Horrorszenchen gibt es zu sehen. "Curse of Chucky" ist somit durchaus einen Blick wert aber nicht der beste Streich Chuckys - aber wohl der Letzte. Bleibt man beim Abspann sitzen, bekommt man nämlich noch eine entscheidende Szene zu Gesicht. In dem Sinn: Danke, Du hast uns viel Freude gemacht, mörderisches Püppchen...

Freitag, 18. Oktober 2013

Höhere Gewalt (2008)


Eine Clique Jugendlicher kommt zu einem letzten gemeinsamen Ausflug, in einem abgelegenen Waldhaus zusammen bevor sich ihre Wege wegen verschiedener Zukunftsgestaltungen trennen. Doch es ist nicht die Freundschaft die sie zusammen führt - jeder verfolgt ein eigenes Ziel. Strecker (Vinzenz Kiefer), Anführer der Gruppe, will seine Exfreundin Jasmin (Anna Bertheau) zurück, Betz (Tobias Schenke) will Jasmins Schwester Maike (Alice Dwyer) erobern und Steffi (Natalie Spinell) und Sören (Christian Politio) scheinen eine Art Ersatzbefriedigung zu sein. Die ohnehin schon angespannte Situation beginnt zu eskalieren als klare Grenzen überschritten werden. Eine Katastrophe bahnt sich ihren Weg. ->Trailer
Oft habe ich diesen Film hier erwähnt. Es wird Zeit für eine komplette Filmkritik. Denn "Höhere Gewalt" ist ein -völlig zu unrecht - untergegangenes deutsches Drama aus der Hand Lars Hennings. Nie auf DVD erschienen - lediglich ein paar wenige Male in deutschen Sendern zu später Stunde vorgeführt. Eines ist klar: Dieser Film ist keine leichte Kost. Er ist bedrückend, düster, brutal und weiß zu schockieren. Doch genau das gibt ihm sein starkes Gesicht. Eine Gruppe Jugendlicher, sich selbst ausgeliefert und die Eskalation unter ihnen - ein Schauspiel erster Güte. Grund dafür sind nicht zuletzt die grandiosen Jungdarsteller. "Höhere Gewalt" ist nichts für nebenbei und man sollte gewappnet sein. Eine herbe Sprache, so wie ungemütliche Bilder erwarten den Zuschauer. Selbst vor einer Vergewaltigung und einem Mord schreckt Lars Henning hier nicht zurück. Ein düsteres, beklemmendes und kompromissloses Kino, das vom intensiven Spiel der Darsteller lebt. Eine Wucht, mit heftigen Szenen die sich in den Kopf des Zuschauers brennen. Ich selbst habe damals den Macher, voller Begeisterung angeschrieben und eine inoffizielle DVD des Filmes ergattern können. Eine wahrliche Bereicherung für meine Sammlung.

Info: Laut Angaben auf youtube soll endlich eine offizielle DVD erscheinen - uncut mit viel Bonusmaterial. Release: November 2013. Jedoch findet man bislang keine weiteren Hinweise darauf.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Zimmer 205 (2011)


Katrin (Jennifer Ulrich) ist voller Vorfreude als sie ihr Studium beginnen kann. Sie bezieht das Zimmer 205, welches seit längerer Zeit leer steht. Als Mitstudenten komisch auf ihre Zimmernummer reagieren und Katrin nach einer Nacht mit ihrem atraktiven Mitstudenten Niko furchteinflösende Visionen bekommt, will sie mehr wissen. Es komm zu Tage dass ein Mädchen names Annika vor Katrin das Zimmer 205 bewohnte und irgendwann spurlos verschwand. Katrin will der Sache auf den Grund gehen, als sie auch noch Videotagebücher von Annika findet. Etwas schreckliches muss geschehen sein und irgendwas scheinen die Mitstudenten Carmen, Niko, Christan und Sanne zu verheimlichen. Doch auch Katrin hat ein Geheimnis und als Niko tot aufgefunden wird, gerät sie zwischen die Fronten... ->Trailer (spoilert!)
Mal wieder ein deutscher Horrorfilm. Mal wieder ist die Skepsis groß. Auf dem DVD Cover prallt der Satz "Der vielleicht beste deutsche Horrorfilm seit "Anatomie"" und lässt damit einen Funken Hoffnung auf kommen. Und siehe da - "Zimmer 205" arbeitet überraschend gekonnt mit grusligen Effekten und weiß es ebenso Spannung aufzubauen. Optisch ist der 100-minütige Streifen überzeugend und auch die Darsteller geben den Geschehnissen ein solides Gesicht. Jedoch verläuft sich "Zimmer 205" während seiner Laufzeit und scheint zum Schluss nicht mehr so wirklich zu wissen, was er eigentlich sagen wollte. Es bleiben Fragen offen, viele Dinge finden keinen Reim und die abgerundete Auflösung bleibt aus. Der Ansatz, die starke Idee war da, definitiv -wurde aber nicht zu Ende geführt. Schlussendlich enttäuscht "Zimmer 205" leider und kommt somit auch nicht im Ansatz an "Anatomie" heran. Dennoch kann man sich den Film anschauen - er schafft Unterhaltung und auch den ein oder anderen Grusler - nicht mehr und nicht weniger. Nett und weg damit.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Unverblühmt (2007)


Die libanesische Jasira (Summer Bishil) ist 13 Jahre jung und bildhübsch. Ihre Mutter schickt sie, nachdem deren Liebhaber dem Mädchen bei der Intimrasur hilft, zu ihrem Vater Rifat. Dieser ist bekennender Christ und will Jasira richtig erziehen. Jasira jedoch beginnt ihre eigene Sexualität zu entdecken und muss mit neuen Gefühlen alleine klar kommen.Sie sieht sich Pornohefte an und wird dabei vom viel ältere Travis (Aaron Eckhart), Vater des Nachbarsjunge Zack, erwischt. Dieser löst in Jasira widersprüchliche Gefühle aus. Und auch Travis beginnt an Jasira Gefallen zu finden,er nähert sich der Minderjährigen immer mehr - bis er alle Grenzen überschreitet....
Die Inhaltsangabe auf der DVD ist eine andere und lässt nicht im geringsten erahnen um was es in "unverblühmt" tatsächlich geht. Nämlich um nichts anderes als sexuellen Missbrauch und Rassismus. Alles aber verpackt aus der unschuldigen Sicht einer Heranwachsenden. Fälschlicherweise kommt so der Eindruck auf, man verharmlost hier den Missbrauch an Minderjährigen. Was aber in keinem Fall so ist. Jasira ist 13 und kann mit dem ihr entgegen gebrachten Begehren noch nicht richtig umgehen, kennt Grenzen nicht und steht unsicher zwischen "richtig" und "falsch". "Unverblühmt" zeigt den Beginn einer Pupertät, das Erwachsenwerden, der steinige Weg zur eigenen Sexualität und schneidet das Thema Rassismus an. Die Schauspieler leisten großartige Arbeit und so wird der Film zu einem starken und auch sehr ungemütlichen Kino. Schade, dass die Inhaltsangabe der DVD darauf nicht vorbereitet.

Freitag, 4. Oktober 2013

Warm Bodies (2012)


"R" (Nicholas Hoult) ist ein Zombie - wie viele andere auch. Nur noch wenige Sterbliche leben auf der Erde. "R" schleicht jeden Tag durch einen Flughafen und wohnt in einer Maschine. Er hat keinerlei Erinnerungen an sein Leben als Mensch und Menschliches wird ihm nur wieder zu Teil wenn er die Gehirne von Sterblichen verspeißt. Als er eines Tages, das Gehirn von Julies (Teresa Palmer) Freund frisst, ist er fasziniert von den Gefühlen, die dieser für die hübsche Julie hegte. Er rettet diese daraufhin und beide kommen sich näher... ->Trailer
Trailer und Inhaltsangabe versprechen mal so eine ganz andere Zombie Story. Eine Liebe zwischen Untotem und Sterblichen. Klingt interessant und sieht fast schon kultig aus. Leider aber verfehlt die Story den Kult und das nicht haarscharf sondern eindeutig. "Warm Bodies" erweist sich als äußert zäh und die so heiß ersehnte Lovestory mag einfach nicht berühren. Sogar der Humor mag nicht zünden. Mit seinen fast 2 Stunden ist "Warm Bodies" auch eindeutig zu lange geraten und so schlägt man sich mit einigen Längen herum und weiss einfach nicht so Recht ob man überhaupt weiter schauen soll. Zwar sind die beiden Hauptdarsteller wirklich bemüht und Nicholas Hoult macht sich nicht schlecht als Zombie, Teresa Palmer gefällt mir sowieso (Sie erinnert mich stark an Kristen Stewart) - jedoch können die beiden das zähe Drehbuch auch nicht ändern und so ist "Warm Bodies" leider einfach nur nett und eigentlich überflüßig. Schade, nach so einem vielversprechenden Trailer.

Taffe Mädels (2013)

FBI Agentin Ashburn (Sandra Bullock) ist überzeugt von sich und ihrer Arbeit. Sie löst Fälle und hat oft den richtigen Riecher. Bei den Kollegen aber, ist sie weniger beliebt. Ashburns einziger Freund ist die Nachbarskatze. Als die Agentin auf die derbe Mullins (Melissa McCarthy) stößt - ein weiblicher Detective - ändert sich alles aprupt. Die beiden ungleichen Frauen müssen zusammen arbeiten um einen Drogendealer dingfest zu machen. Dies klappt eher weniger harmonisch - und schon bald befinden sich die beiden sogar in akuter Lebensgefahr. ->Trailer
Sandra Bullock endlich wieder im Kino. Für mich alle mal ein Grund dieses aufzusuchen.  Komödien sind bekanntlich ja ihr Spezialgebiet und "Taffel Mädels" fällt genau in dieses Genre. Doch wie funktioniert eine Bullock, neben einer anderen starken Darstellerin, die vor allem in der Optik sehr ausdrucksstark daher kommt- kann man ihr die Show stellen? Die Antwort ist recht schnell gegeben: NEIN. Hier hat niemand so Recht seine Top Show reißen können. Mullins wird übertrieben dargestellt. Es folgt ein vulgärer Ausdruck nach dem Anderen. Wie oft das Wort "verfickt" fällt kann man recht schnell nicht mehr an den Händen abzählen - und das nervt. Was soll dieser verzweifelte derbe Humor? Dafür hat man Sandra Bullock umso weniger Momente geschenkt in denen sie richtig glänzen kann. Eine Szene erinnerte an die alte Bullock in Topform (Autoscheibe) - doch man hat hier versucht, mehr auf Mullins zu setzen. Diese wirkt aber einfach nur nervig, ruppig, zu derb und vulgär. Wieso? Ist eine solche derbe Mundart etwa lustig? Der Inhalt an sich ist nicht weiter erwähnenswert - aber wegen diesem bin ich ja auch nicht in den Streifen gegangen. Wer Lust auf derbe Ausdrücke am Fließband und ein ungleiches Duo, welche fast schon anstrengend daher kommt, hat kann sich "Taffe Mädels" durchaus antun. Alle die Sandra Bullock aber in "Miss Undercover" und Co. liebten sollten besser die guten alten Filme der Powerfrau in den Player schieben und auf Besserung hoffen.