Schweiz & Deutschland: Ich, das Grenzenkind.

Posted by : Tilly | Mittwoch, 7. Mai 2014 | Published in


Es wird Zeit mal etwas über das Land zu verlieren, dass sich mein Nachbarland nennt und welches ich doch sehr oft betrete. Vorweg: Ich bin Deutsche, habe immer hier gelebt. Einzig geboren wurde ich in der Schweiz, weil es einfach das nächstliegende Krankenhaus dort gab. Ich bin schon immer ein sogenanntes "Grenzenkind". Wenn ich in die Schweiz will, braucht dies meist keine 5 Minuten. Unser Kreis ist regelrecht verzeckt mit der Schweiz und es gibt somit viele Grenzübergänge die ich schnell erreiche. Für mich ist die Schweiz auch eine Art Abkürzung. Möchte ich zu meinen Eltern, die auch in Deutschland leben, fahre ich über die Schweiz zu ihnen. Grund: Es geht schneller! Und das trotz der anderen Geschwindigkeitsregelungen dort. Wobei wir bei dem Thema Schweizer Straßen wären. In der Schweiz ist alles etwas langsamer. Auf Landstraßen beträgt die Höchstgeschwindigkeit nicht 100 sondern 80km/h und auf den Autobahnen beträgt die Maximalgeschwindigkeit 120km/h. Und damit die Schweiz auch immer schön gemütlich bleibt, gibt es unzählige Blitzanlagen und die Strafen sind sehr hoch. Fast an jeder Ecke findet sich ein monströses Gerät, dass scheinbar abschreckend wirken soll. Was das Auto fahren in der Schweiz also angeht: Es macht nicht sooo viel Spaß. Besonders aggressiv macht mich das Ganze dann, wenn die Schweizer ihre Geschwindigkeit mit nach Deutschland bringen und man hinter ihnen herschleichen muss. Wir müssen uns an deren Regeln halten, also sollten sie es hier auch tun!
Über die Grenze komme ich immer ohne Probleme, zumal viele Übergänge gar nicht wirklich besetzt sind. Man weiss hier einfach, dass die Schweiz von vielen Deutschen als Durchfahrtmöglichkeit genutzt wird. Einkaufen drüben ist für uns Deutsche nicht rentabel, dennoch gibt es viele leckere Sachen (ja, vor allem die Schokolade und die Gebäcke) und somit kauft man doch ab und an als Grenzgänger dort ein. Luxus nennt sich das dann wohl. Andersrum ist es schon rentabler. Sehr viele Schweizer tümmeln sich in unseren Discountern. Verständlich wegen der anderen Lebensmittelpreise und der Mehrwertsteuer, die zurück erstattet wird. Immer wieder ein Thema ist auch die Deutsch-Schweizerische "Freundschaft", die es wohl eher nicht gibt - aber dennoch vorhanden ist - vor allem direkt an der Grenze. Und Arschlöcher gibt es in jedem Land, das hängt dann wohl seltenst an der Nationalität. Was die Sprache angeht: Ich finde sie nicht sehr angenehm. Ich verstehe sie gut - für mich ist es ein vergewaltigtes Deutsch - aber ich selber spreche sie kaum. Ab und an eine Art Schweizer-Deutsch aber auch eher weniger. Leider empfinde ich es wie folgt: Sehe ich eine hübsche Schweizerin und diese beginnt zu sprechen, dann ist der ganze Zauber verloren :D
Was ich zu 98% immer tue: In der Schweiz tanken. Früher war es rentabler, aber ich habe es beibehalten. Ein Highlight: Der Rheinfall in Neuhausen. Er ist kurze Fahrzeit von mir entfern und gilt als der größte Wasserfall Europas. Viele Menschen kommen von weither um ihn zu sehen.

Kommentare

  1. Sibel said...

    Die Sprach ist wirklich schrecklich. Die Männer/Frauen können da noch so hübsch sein, sobald sie ein Wort sagen ist - wie du schon sagst - der Zauber hinüber. Aber wirklich praktisch das du so an der Grenze lebst! Würde wegen der Schokolade immer rüber fahren xP

    7. Mai 2014 um 18:17